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18.6. Montag    Zur gleichen Zeit
Vicky konnte gar nicht erwarten bis die Schule zu Ende war. Als sie endlich den erlösenden Gong vernahm sprang sie auf und rannte quasi aus der Schule.
Sie stieg auf ihr Fahrrad und fuhr so schnell wie sie konnte nach Hause. Daheim angekommen, ließ Vicky ihr Fahrrad einfach draußen vor der Tür liegen und stürmte ins Haus hinein. Sie rannte die Treppe zu ihrem Zimmer hoch und stieß die Tür auf.
Vicky lief zum Kalender und machte einen großen, fetten Haken auf die rechte Seite.
Heute war endlich der Tag. Endlich würde sie zum Stadthaus fahren um zur Theater-Ag zu gehen. Bebend schaute Vicky auf die Uhr. Es war viertel vor zwei. Sie räumte ihre Snoopy-Tasche, in der ihre Schulsachen waren aus und räumte ihr Textbuch hinein.
>>Ma, ich bin dann weg!<<, sagte sie zu der Frau in der Tür.
>>Möchtest du nicht noch etwas essen, Schatz?<<
>>Nein, Ma, um zwei Uhr fährt mein Zug, da muss ich am Bahnhof sein. Ich komm zu spät.<<
>>Apfel?<<
>>Was?<<
>>Willst du einen Apfel?<<
>>Meinetwegen.<<
Einen Apfel in der Hand und zufrieden kauend ging Vicky zum Bahnhof und wartete auf ihren Zug. Als er endlich ankam hatte er fast zehn Minuten Verspätung.
Klar, hätte ich mir eigentlich denken können, dachte Vicky mürrisch. Immer wenn ich zu spät bin, ist der Zug zu früh, wenn ich zu früh bin ist der Zug zu spät.
Vicky stieg ein und setzte sich in ein oberes Abteil.
Der Zug würde noch bei zwei anderen Haltestellen halten, bevor Vicky im Stadtzentrum angekommen war.
Bei der ersten Haltestelle, hielt der Zug und ziemlich viele Leute stiegen ein. Unter anderem eine Gruppe Jungs. Vicky schaute unauffällig hinüber, schließlich musste sie sich einen Freund besorgen, und von selbst lief das nicht so einfach!
Ein Junge kam zu ihr rüber.
>>Ist da noch Platz?<<, fragte er sie.
 Vicky hob überrascht den Kopf und sah in zwei eisblaue Augen, die sie kannte.
>>Nein, für dich nicht.<<
>>Danke!<< Er ließ sich trotz ihrer Proteste neben ihr nieder.
>>Hey, geh weg!<<
>>Warum?<<
>>Weil du...weil ich dich nicht mag.<<
>>Du kennst mich doch gar nicht.<<
Vicky lachte bitter, angesichts der Tatsache, dass sie wohl mehr über >die Schneiders< wusste, als die Schneiders selbst.
>>Natürlich kenne ich dich.<<
>>Woher?<<
>>Meine Eltern sind eure größten Konkurrenten.<<
Er überlegte kurz.
>>Du weißt, wie ich heiße?<<
>>Karten, oder so<<, sagte Vicky scheinheilig, obwohl sie genau wusste, dass dieser überaus gutaussehender Junge Kevin hieß. Das Problem lag nur im Nachnamen: Kevin Schneider.
>>Ich heiße Kevin. Und du Victoria oder Vicky.<<
>>Für dich : Victoria.<<
>>Okay, Vicky, also, warum magst du mich nicht?<<
>>Victoria.>>
>>Weil meine Eltern euch euren ersten Platz in der Kreismeisterschaft der Restaurantführung streitig machen?<<
>>Eure Pommesbude ist keine Konkurrenz gegen unser Nobelrestaurant.<<
Kevin legte den Kopf in den Nacken und lachte. Dieses Mädchen gefiel ihm. Oh ja, das tat sie. Nur war sie leider die Tochter der stärksten Konkurrenten seiner Eltern.
Na und?, dachte sich Kevin, dann ist sie das halt. Was hatte das mit ihm zutun?
>>Glaubst du das wirklich?<< Kevin sah sie spöttisch an.
>>Vielleicht.<<
>>Wo willst du hin?<<
>>Das geht dich nichts an.<<
Kevin war sprachlos.
>>Hat es dir die Sprache verschlagen?<<
>>Krieg ich deine Handynummer?<<
>>Träum weiter.<>>Was ist?<<, fuhr Vicky ihn gereizt an.
>>Was soll sein? Ich muss hier raus.<<
Vicky lief leicht rot an, ließ sich jedoch nichts anmerken.
>>Was für ein Zufall!<<
>>Klein ist die Welt.<<
Die Türen gingen auf und Vicky stürmte hinaus. Kevin wollte ihr gerade folgen, als ihm auffiel, dass Vickys kleine Snoopy-Tasche noch auf ihrem Platz lag. Er schnappte sich ihre Tasche, nickte seinen Kumpels zu und stieg aus.
Er hatte zwar nicht vorgehabt auszusteigen, doch er dachte nicht mehr nach. Alles was er wollte, war diesem Mädchen zu folgen. Außerdem musste er ihr ja ihre Tasche wiedergeben, oder?
Kevin wurde von dem Gedrängel mitgenommen, von den Leuten die aus dem Zug stiegen. Als er endlich wieder auf festen Beinen stand, hatte er Vicky aus den Augen verloren.
 
Vicky schaute sich um. Kevin war nirgends, er war ihr anscheinend also nicht gefolgt. Vicky spürte ein ziehen in der Magengegend.
Er war ihr nicht gefolgt.
Hey, schreib das noch mal um: Du warst glücklich, dass er dir nicht gefolgt ist, dachte Vicky schockiert. Sie mochte Kevin nicht, nein, definitiv nicht. Auf keinen Fall!
Vicky wollte ihr Handy aus ihrer Tasche holen, sie erstarrte. Wo war ihre Tasche? Sie blickte sich hilfesuchend um. Ihre Tasche. Sie hatte sie vor lauter Kevin im Zug vergessen.
Erst machte sie Anstalten, zurückzulaufen zum Zug und ihre Tasche zu holen, dann fiel ihr ein, dass der Zug schon längst angefahren war. Vicky stampfte auf. Das würde Ärger geben, gewaltigen Ärger. Doch was konnte sie machen?
Vicky blies sich ihre Haare aus dem Gesicht und ging zum Stadthaus. Wo doch jetzt schon alles schiefgelaufen war, wollte sie nicht auch noch zu spät kommen. Das konnte sie jetzt nicht gebrauchen.Da war sie! Kevin sah Vicky. Sie war gerade dabei, in ein großes Haus neben dem Rathaus zu laufen. Hatte sie überhaupt gemerkt, dass sie ihre Tasche im Zug vergessen hatte?
Kevin lief schneller und folgte Vicky, hinein ins Stadthaus.
Ein paar Gänge weiter, hatte er Vicky auch schon wieder aus den Augen verloren.
Wo war sie hin? Und hatte sie ich bemerkt?
Er stieß auf einen Empfangsschalter. Eine ältere Dame, mit rotgeschminkten Lippen, einer Lesenbrille und einer Hochsteckfrisur lächelte ihm zu.
>>Was kann ich für Sie tun?<<
>>Guten Tag, ich...<< Kevin überlegte kurz. Er konnte ihr ja wohl schlecht sagen, dass er ein Mädchen verfolgte, dass gerade hier herein gegangen war.
>>..ich habe eine Tasche im Zug gefunden, und ihr Besitzer ist hier gerade hineingegangen.<<
>>Die Einzige, die hier gerade gekommen ist, wollte zur Theater-Ag, die gerade hier stattfindet. Den Gang rechts, zweite Tür links.<<
>>Ach ja, genau. Die Theater-Ag. Sie hatte so was erzählt. Äh...ich würde mich gern dafür anmelden. Ja, genau.<<
Er wusste nicht genau, wie er darauf gekommen war, aber es war eine gute Idee.
>>Natürlich. Ihr Name war...?<<
>>Kevin Schneider. Und das Mädchen, das ich suche, heißt Victoria Müller.<<
>>Victoria? Ach, sie ist ein Schatz. Und so talentiert! Sie müssen wissen, sie übernimmt die Hauptrolle des Stückes. Die Theater-Ag spielt dieses Jahr >Romeo und Julia<. Wunderbares Stück. Und so originell!<<
Kevin verabschiedete sich, und ging den beschriebenen Weg entlang. Vor der Tür angekommen, atmete er einmal tief durch. So schwer konnte das ja nicht sein, oder?<<
 
Die Tür ging auf und Vicky stockte der Atem. Kevin stand in der Tür, super sexy, mit ihrer Tasche in der Hand. Konnte das sein?
Vicky rieb sich die Augen. Immer und immer wieder. Noch mal und noch mal – Er wollte einfach nicht verschwinden!
>>Oh, ein neues Gesicht! Was kann ich für Sie tun?<< Der Leiter der Theater-Ag, ein dicker Mann namens Herr Klaus, lächelte Kevin freudig entgegen.
>>Er kam nur, um mir die Tasche zu bringen.<< Vicky schnellte hervor und nahm Kevin die Tasche ab. Sie winkte ihm süßlig.
>>Tschüss!<<
>>Eigentlich<<, sagte Kevin, ohne Vicky zu beachten, >>bin ich gekommen, um mich bei der Theater-Ag anzumelden. Bin ich hier richtig?<<
>>Ja!<<, rief her Klaus entzückt. >>Immer nur herein. Wie ist dein Name, wenn ich fragen darf?<<
>>Kevin. Kevin Schneider.<<
Herr Klaus schien zu tief entzückt, und Vicky zutiefst verstört. Das konnte doch wohl nicht wahr sein, oder?
Kevin trat ein, und bekam sofort von einem der dämlich grinsenden Mädchen um ihn herum ein Textbuch in die Hand gedrückt.
Kevin schlenderte auf Vicky zu und beugte sie über sie, sodass sein Mund nur Millimeter von ihrem Ohr entfernt war.
>>Tja, so sieht man sich wieder!<<
>>Du bist nur hier, um mich zu ärgern!<< Vickys Stimmer schäumte nur so vor Wut.
>>Du bist ganz schön eingebildet, Julia, wenn du denkst, ich wäre nur hier, weil du zufälligerweise hier bist.<<
>>Julia?<<
>>Julia.<<
Kevin ging weg und ließ Vicky allein zurück. Vicky wusste zunächst nicht was sie machen sollte. Woher wusste er, dass sie die Julia spielte? Das hatten sie doch letzte Woche ausgemacht, als er gar nicht da war?
Doch dann zuckte sie mit den Achseln und folgte Kevin und den Anderen auf die Bühne.
 
18.6. Montag Zur gleichen Zeit
Jojo war sauer. Sie war nicht beleidigt, sie war nicht verärgert, sie war sauer. Und zwar richtig.
>>Warum hast du mir das nie gesagt?<<
>>Ich dachte, es interessiert dich sowieso nicht.<<
>>Ich bekomme einen Stiefbruder der siebzehn ist und auf meine Schule geht, und du denkst, es interessiert mich nicht?<<
Jojo hätte ihrer Mutter am liebsten ins Gesicht gespuckt.
Jojo hatte ihre Mutter gerade gefragt, warum sie ihr blaues Zimmer hatte räumen müssen, da hatte ihre Mutter nur dumm herumgedruckst und ihr schließlich eine tolle Überraschung verraten.
Sie, Jojo, würde einen Stiefbruder bekommen, den sie noch nie zuvor gesehen hatte. Wow, mega Überraschung, wirklich. Jojo war ganz überwältigt – vor Zorn.
>>Entschuldige.<<
>>Das macht es jetzt auch nicht mehr gut.<<
Jojo stürmte in ihr verbliebenes Zimmer und warf sich aufs Bett. Mit den Fäusten trommelte sie heftiger als geplant auch ihrem Kissen herum, schnaufte und ächzte, als sich ihre Wut ein wenig legte.
Dann sprang sie wieder auf und rannte zu ihrer Mutter zurück.
>>Wann kommt er?<<
>>Wer?<<
>>Na Mathias und Jan<< Sie sagte Jan, als wäre es das Schlimmste was es gab.
>>Morgen Abend um halb sieben.<<
>>Mama?<<
>>Was ist denn?<<
>>Ich will keinen neuen Bruder!<<
Jojos Mutter sah von ihrer Modezeitschrift auf und sah Jojo an. Sie hatte Tränen in den Augen.
>>Ich weiß, Schatz. Aber es wird nicht lange so sein, vertrau mir. Jan sucht sich bald eine andere Wohnung, und dass mit dem Zusammenziehen ist ja auch nur probeweise. Geht’s wieder.<<
Jojo nickte. Sie wollte ihre Mutter nicht traurig sehen, doch sie wollte auch nicht selber leiden. Was sollte sie nur tun? Jetzt wusste nur Vicky rat. Doch die war bei ihrer Ag im Stadtzentrum. Wie sollte sich Jojo also Luft verschaffen?
>>Ich geh ein bisschen Bladen, Ma.<<
>>Bis dann, Schatz.<<
Jojo zog sich ihre Inliner an und machte sich auf den Weg.
Sie musste über das was geschehen war nachdenken. Wie sollte sie einen neuen Bruder verkraften? Sie musste sich morgens mit ihm ein Bad teilen, musste womöglich auch noch mit ihm zur Schule fahren. Was gab es schlimmeres?
Bestimmt war er so einwiderliches, verpickeltes und fettes Monster.
Jojo war kurz davor, in Tränen auszubrechen. Womit hatte sie das verdient? Was hatte sie gemacht, um das zu verdienen? Es war einfach nicht fair. Einen neuen Vater zu bekommen war schon schwierig genug gewesen. Warum hatte sie denn niemand vorgewarnt?
Verstört schaltete sie ihren Mp3-Player an und suchte das entsprechende Lied. Bei Kelly Clarkson wurde sie fündig. Nicht gerade besonders cool, und vor allem nicht zu vergleichen mit 50 Cent, doch genau passend für ihre jetzige Stimmung. Kelly Clarkson, Addicted:

 
 

It’s like you’re a drug

It’s like you’re a demon I can’t face down
It’s like I’m stuck
It’s like I’m running from you all the time
And I know I let
You have all the power
It’s like the only company I seek
Is misery all around
It’s like I can’t breathe
It’s like I can’t see anything
Nothing but you
It’s like I can’t think
Without you interrupting me
It’s like I’m giving up slowly
It’s like you’re a ghost
That’s haunting me
Leave me alone
I promise I can deal with it
Just a little bit more to get me trough this.
 
Jojo fuhr gerade um die Ecke zum in Richtung Bäcker, als sie fast mit einem Rollerfahrer zusammenstieß.
Jojo schrie, und wich gerade noch so aus. Der Rollerfahrer machte eine Vollbremsung und Jojo flog auf ihn. Jojo sprang so schnell es ging von ihm runter und er riss sich seinen Helm vom Kopf.
Jojo war geschockt, von dem, wunderhübschen Gesicht, dass der junge Mann hatte. Er war so um die achtzehn herum. Er war, soweit sie das beurteilen konnte, groß und muskulös. Er war blond, hatte blaue Augen und war braungebrannt. Seine Zähne blitzen weiß.
>>Wenn du nicht Bladen kannst, dann lass dich tragen!<<
Jojo machte eine verächtliche Miene.
>>Wo hast du deinen Führerschein her? Bei Ebay gekauft.<<
>>Dämliche Pute.<<
>>Egoistischer Blödmann.<<
Jojo rappelte sich auf und fuhr weiter. War das nicht der Junge gewesen, der sie in der Schule letzten Freitag fast umgerannt hätte? Jetzt wo Jojo darüber nachdachte,  war sie ziemlich sicher.
Kurz vor der nächsten Abbiegung schaute sie sich noch einmal um. Der Rollerfahrer war wieder aufgestiegen und davongefahren.
Süß war er schon, dachte Jojo und machte sich auf den Weg nach Hause.
 
Jan war zornig. Diese dumme Gans. Okay, sie hatte toll ausgesehen, das blonde, kurze Haar war ihr ins Gesicht gefallen, in ihren blauen Augen schimmerte die Wut auf ihn, ihre Wangen waren vor Zorn gerötet.
Und trotzdem war sie eine dumme Gans, was hatte sie sich dabei gedacht, einfach über sie Straße zu fahren ohne zu Gucken?
Offensichtlich hatte sie gar nicht gedacht.
Dabei war Jan sowieso schon schlecht drauf.
Während ihm der Wind durchs T-Shirt fegte dachte er daran, dass er morgen umziehen müsse. Gerade morgen. Und gerade in diese Gegend! In Ordnung, er ging auf die hiesige Schule, aber trotzdem wollte er hier nicht wohnen. Hier war einfach nichts los. Der Tod hing quasi überm Zaun. Mann musste eine halbe Stunde mit dem Zug fahren, um überhaupt irgendwo hin zu kommen. Und dann hatte er ja auch noch diese doofe Stiefschwester am Hals. Bestimmt war sie klein, hässlich und total Banane.
Das konnte er alles nicht gebrauchen. Wenigstens hatte sein Roller keine Schäden von dem Zusammenprall getragen. Das hätte ihm gerade noch gefehlt.
Dabei wollte er doch nur mal schnell vorbeikommen, um das Haus anzusehen, in das er hineinziehen würde. Oder besser gesagt, die Wohnung.
Und so machte er auch schon bald Halt, direkt vor dem großen Mehrfamilienhaus mit der Hausnummer 4. das musste es sein.
Er wollte gerade von seinem Roller steigen, als ihm der Atem stockte.
Das war sie doch, oder? Das süße Mädchen von vorhin, dass ihn beinah über den Haufen gefahren hätte. Konnte das denn sein?
Jan fiel fast von seinem Roller, als er sah, dass das Mädchen einen Schlüssel zückte, die Tür des Mehrfamilienhauses aufschloss, und hineinfuhr.
Wenn das seine zukünftige Nachbarin war, dann würde er sich eigenhändig aufhängen. Sie Kugel geben. Oder besser, sich erwürgen.
Kopfschüttelnd drehte Jan sich um und fuhr nach Hause, in sein wahres Zuhause.
Und hätte er gewusst, dass er mit Jojo von jetzt an zusammen leben musste, hätte er sich bestimmt nicht so gefreut, sie irgendwann wiederzusehen.
 
19.6. Dienstag   Noch 4 Wochen und 4 Tage bis zum Ball
Chris war genervt. Wieso ging dieser doofe Computer jetzt nicht an?
Lief denn heute alles schief? Nicht nur, dass sie heute in Deutsch nur haarscharf an einer fünf entlanggerutscht war, nein, nun ging auch noch dieser doofe Computer nicht an.
Chris schlug zweimal kräftig auf den Computerbildschirm. Endlich zeigte sich Regung.
>>Na, danke<<, brummte Chris, immer noch wütend.
Der Computer sprang an. Chris schaltete das Internet an und loggte sich bei einem Chatroom ein.
Keine ihrer Freundinnen war online. Na toll. Aber was konnte Chris sonst noch mit sich anfangen? Hausaufgaben hatte sie (zum größten Teil zumindest) bewältigt und ihr Zimmer war sowieso immer aufgeräumt. Ihre Freundinnen hatten heute keine Zeit für sie: Vicky war bei ihrer Ag, Jojo musste ihr blaues Zimmer räumen, Bea war mit Sebastian in der Eisdiele verabredet, Anna und Eileen waren zusammen schwimmen gegangen, worauf Chris keine Lust gehabt hatte und sie? Sie saß daheim und langweilte sich.
Und was gab es da besseres, als das Internet? Aber es war ja niemand da den sie kannte.
Mist!
Nun gut, dann musste sie halt Leute kennen lernen. Schließlich musste sie in knapp dreieinhalb Wochen mit einer männlichen Begleitung zum Schulball gehen.
Also tippte Chris unter >Suche< ihren Ort ein, und sogleich erschienen mehrere Nicknamen.
Vier Mädels und fünf Jungs. Die Jungs waren 15, 17, 18, und zwei mal 22.
Fünfzehn war zu Jung, zweiundzwanzig zu alt.
Also blieben noch der sechzehn und der siebzehnjährige übrig.
Chris machte sich daran, die beiden anzuschreiben.
Holidayskin:
Hi, na wie geht’s?
Lonlyboy17: Gut, und dir?,
Holidayskin:
Gut wirklich.
Seanpaul20: Wie geht’s dir, wo du mich angeschrieben hast geht’s mir klasse! ,
Holidayskin:
Mir auch.
Lonlyboy17: Cool..
Seanpaul20:
Klasse.
Dann:
Seanpaul20: Muss weg, treffen wir uns morgen noch mal? Gleiche Uhrzeit, gleicher Channel?
Holidayskin: Okay. Bis dann.
Seanpaul20 verschwand. Jetzt war nur noch Lonlyboy17 übrig.
Lonlyboy17:
Bist du oft hier?
Holidayskin:
Jep.
Lonlyboy17:
Ich war vorher immer in einem anderen Channel.
Holidayskin:
Warum bist du dann plötzlich hier?
Lonlyboy17:
Bin hier her umgezogen. Wieder.
Holidayskin:
Wieder?
Lonlyboy17:
Ja, hab schon mal hier gewohnt.
Holidayskin:
Wie oft bist di im Internet.
Lonlyboy17:
Jeden Tag.
Holidayskin:
Cool, ich auch.
Lonlyboy17:
Echt?
Holidayskin:
Jep.
Lonlyboy17:
Dann sehen wir uns vielleicht noch öfter.
Holidayskin:
Bestimmt. Bist du wirklich siebzehn?
Lonlyboy17:
Bist du wirklich fünfzehn?
Holidayskin:
Klar.

Lonlyboy17: Ich bin siebzehn. Na ja, dann sind wir ja wie geschaffen füreinander, oder?

Holidayskin: Wenn du meinst, Lonlyboy17...
Lonlyboy17:
Treffen wir uns morgen wieder?
Holidayskin:
Musst du schon gehen?
Lonlyboy17:
Nein, ich will nur sicher gehen.
Holidayskin:
Du kennst mich doch gar nicht richtig, oder kennst du mich?
Lonlyboy17:
Nein, aber ich will dich kennen lernen.
Holidayskin:
Achso.
Lonlyboy17:
Was sind deine Hobbys?
Holidayskin:
Tanzen, Freunde und Tokio Hotel.
Lonlyboy17:
Echt, du magst die?
Holidayskin:
Ich weiß, es ist nicht gerade cool, aber was soll’s...
Lonlyboy17:
Ich find Tokio hotel okay.
Holidayskin:
Echt?
Lonlyboy17:
Ne, unecht.
Holidayskin:
Sehr witzig.
Lonlyboy17:
War nicht böse gemeint.
Holidayskin:
Denk ich mir.
Lonlyboy17:
Was sind deine Hobbys?
Holidayskin:
Meine sind...
Und so wurde noch eine ganze Zeit geredet. Lonlboy17 war total nett zu Cris und die beiden verstanden sich prächtig.
Lonlyboy17 erzählte Chris unter anderem, dass es total normal war, wenn man kurz vor der zehnten Klasse stand, in Mathe schlecht zu sein. Er, zum Beispiel, war grottenschlecht in Franze, und machte sich auch nicht wirklich Gedanken.
Nach zwei Stunden verabschiedeten sich die Beiden dann und Chris schaltete den Computer aus.
Vielleicht, wo Lonlyboy17 doch in ihrem Städtchen wohnte, könnte Chris sich ja mal mit ihm verabreden. Sofern er immer noch in Ordnung war, wenn sie noch mal mit ihm schrieben würde. Aber bestimmt war er das. Er schien Chris, im Moment gerade, ziemlich nett und anständig. Bis jetzt.
Chris war schon viel besser drauf als noch Stunden zuvor.
Anscheinend, standen ihre Chancen, dass sie einen Freund oder zumindest eine männliche Begleitung bis zum Ball gefunden hatte. Immerhin war da auch noch Seanpaul20.
Und Sean Paul war klasse, soviel stand auf jeden Fall schon mal fest.
Und Lonlyboy17 war, dem Namen nach zu urteilen, Single und er hatte kein Problem mit Tokio Hotel.
So schlimm konnte das alles also gar nicht werden. Sie konnte, wenn sie mal ehrlich zu sich war, gar nicht erwarten, morgen mit Lonlyboy17 zu schrieben.
Er erinnerte sie so...so an Marcel. Vielleicht würde sie Marcel jetzt endlich vergessen können
Hoffentlich.
Dann würde es endlich eine Zeit geben, in der sie das Gedicht lesen konnte, ohne in Tränen auszubrechen.
 
20.6. Mittwoch    Noch 4 Wochen und 3 Tage bis zum Ball
Was sollte das?
Anna wusste nicht was sie tun sollte. Eric Müller, ihr heimlicher Schwarm und Kapitän der Basketballmannschaft kam geradewegs auf sie zu.
Anna drehte den Rücken zu ihm und suchte Eileen und die Anderen auf dem Schulhof.
Was machte sie eigentlich allein hier?
Diese Frage (wenigstens diese) war leicht zu beantworten. Anna war geschickt worden, ihre Mutter anzurufen, um die sechs von der Schule abzuholen, denn sie hatten schon nach der vierten aus und kein Bus fuhr zu dieser Uhrzeit. Nur Vicky war mit dem Fahrad da, und das hieß, dass sie immernoch zu fünft waren, und nur in das Auto von Anna und Beas Mutter passten sie alle hinein.
Und so wurde sie auserkoren, an die Telefonzelle zu gehen und anzurufen. Nur leider hatten sie die Zehnmeterschlange vergessen, und so stand Anna jetzt schon mindestens eine Viertelstunde an. Na Prima.
Und Eric? Vielleicht wollte er telefonieren, denn er war nicht, wie Vicky, mit dem Fahrrad gekommen. Ja und. Dann kam Eric halt in ihre Richtung, und stellte sich genau hinter sie, weil sie nämlich das Ende der Schlange bildete. Na und.
Bleib cool, versuchte Anna sich zu beruhigen. Es ist nichts. Er ist nichts! Nur ein...teuflisch gutaussehender Junge, der nur Zentimeter entfernt von meinem Körper steht, und der mich quasi bittet, ihm einen Kuss mitten aufs Gesicht zu geben? Nein, definitiv nicht.
>>Hey!<<
>>Hallo<<
>>Du bist doch...Anna, nicht war?<<
>>Ja, kenn ich dich?<<
>>Ja, wir kennen uns.<<
>>Ja, genau, du bist doch der Basketballspieler, Ernie?<<
>>Basketballspieler ist richtig.<<
>>Nicht Ernie? Cedric?<<
>>Nein, auch nicht.<<
>>Aber du heißt Mayer mit Nachnamen, oder ?<<
>>Nein, Müller.<<
>>Dann kenn ich dich doch nicht.<<
Eric war stumm für eine Minute, dann begann er das Gespräch, und die Quälerei, erneut.
>>Mein Name ist Eric Müller, ich bin Kapitän der Basketballmannschaft der Schule.<<
>>Eric Müller? Ah, natürlich, du bist der Bruder von Vicky! Dachte doch, dass ich dein Gesicht irgendwoher kenne.<<
>>Du kennst Vicky?<<
>>Ich bin eine ihrer besten Freundinnen!<<
>>Achso.<<
>>Und woher kennst du mich?<<
>>Von hier und da.<<
>>Was soll denn das heißen?<<
>>Sag dem Erstatzkapitän doch bitte, dass wenn er mir das nächste Mal den Kopf wegblasen will, wir das besser draußen regeln!<<
Anna kaute auf ihrer Unterlippe herum und schaute genervt weg. Das war peinlich. Total peinlich. Aber immerhin konnte er sich an sie erinnern.
>>Das warst du?<<
>>Jep<<, Eric zuckte mit den Achseln. >>Naja und ich...<<
>>Sorry, aber ich muss jetzt telefonieren.<< Eric grinste, aber hielt die Klappe.
Anna atmete erleichtert auf. Na danke schön.
>>Hi Ma, hier ist Anna....ja, genau...das wäre super...bis gleich!<< Anna legte auf.
>>Hast du kein Handy?<< Eric schaute neugierig.
>>Doch.<<
>>Warum rufst du dann nicht damit an?<<
>>Weil ich es nicht dabei habe. Ich habe Handyverbot seid ungefähr einer Woche.
Hast du ein Handy?<<
>>Natürlich!<<
>>Warum rufst du dann nicht damit an?<<
Eric legte den Kopf in den Nacken und lachte. Mein Gott, und wie er lachte. Schier zum verrückt werden.
>>Ich will gar nicht telefonieren.<<
>>Warum stehst du dann schon eine geschlagene Viertelstunde hinter mir?<<
>>Naja, eigentlich wollte ich dich nach deiner Handynummer fragen, aber da du dein Handy nicht mehr hast, werde ich dich wohl fragen müssen, ob du dich mit mir triffst. Morgen, um fünf Uhr im >Veranda<<. <<
>>Woher weißt du, dass ich da Zeit habe?<<
>>Weil mir niemand einen Korb gibt.<<
>>Zufällig habe ich aber morgen um halb fünf einen Arzttermin.<<
Das war einfach nur gelogen. Ja und, immerhin bewirkte es, dass sich Eric immerhin ein bisschen so fühlte, wie sie sich immer in seiner Gegenwart fühlte: ziemlich seltsam.
>>Na dann. Wie wär’s nächsten Mittwoch. Um 5 Uhr?<<
>>Drei Uhr.<<
>>Dann bis drei.<< Mit diesen Worten verabschiedete er sich, und ließ die verunsicherte Anna einfach neben der Telefonzelle stehen.
 
20.6. Mittwoch   Noch 4 Wochen und 3 Tage bis zum langersehnen Ball
Bea war ein wenig nervös. Nur ein bisschen, wie sollte sie das beschrieben, ein seltsames Gefühl der Angst und der Freude durchströmte sie. Was oder wen wollte Sebastian ihr vorstellen? Die Frage rumorte in ihrem Kopf, in ihrem Bauch und in ihrem ganzen Körper. Wen wollte er ihr vorstellen?
Bea war schon um Viertel vor Drei dagewesen, doch jetzt war es schon Viertel nach Drei und von Sebastian war immernoch keine Spur in Sicht. Hatte er sie versetzt?
Nein, das würde Sebastian nie tun. Ihr Sebastian doch nicht. Aber warum war er dann zu spät?
Die Leute um sie herum schauten sie schon skeptisch an, manche, als ob sie ihnen Leid täte, die anderen eher hämisch oder belustigt. Aber vor allem, schaute sie niemand nett an.
Ein Unfall, schoss es ihr durch den Kopf, ein Unfall, und er Arme liegt jetzt im Krankenhaus.
Bea schüttelte den Kopf. Sicher nicht. Was sponn sie sich da eigentlich wieder zusammen?
Nichts gutes, auf jeden Fall.
Das hupen eines Rollers erlöste sie endlich von ihren schlimmen Gedanken. So hupte nur Sebastians Roller. Das Geräusch erkannte sie auf Meilen.
>>Hey, Kleines<<, kam auch sofort Sebastians Stimme an ihr Ohr.
Bea lächelte und sah Sebastian an. >>Du bist zu spät.<<
>>Ich weiß, ich weiß!<<, brummte Sebastian. >>Aber Saskia ließ auf sich warten.<<
Saskia?, durchfuhr es Bea wie einen Blitz. Wer war Saskia.
>>Wer Saskia ist?<< Sebastian schien belustigt.
>>Der wohl netteste Mensch der Welt, abgesehen mal von dir.<<
Hinter der Tür kam ein großes Mädchen, mit mittellangen, blonden Haaren zum Vorschein. Sie war recht hübsch und gut gebaut.
Was Bea jedoch sofort auffiel war, dass das Mädchen sich krampfhaft an Sebastians Hand klammerte und nicht den Anschein machte, ihn wieder loslassen zu wollen.
Diese Situation war eindeutig: Saskia, sofern sie das Mädchen da war, war Sebastians...
>>Saskia ist meine Freundin.<<
Bea fiel fast vom Stuhl. Was? Sollte das ein Scherz sein? Ihr Sebastian, bester Freund seit dem Kindergarten, bester Spielkamerad und ihre persönliche Kummerkastentante, war vergeben? V-E-R-G-E-B-E-N???
>>Freust du dich nicht?<<
>>Oh, doch, oh doch, ich war nur ein wenig... sprachlos.<< Bea überspielte ihre Missbilligung und versuchte so angestrengt wie möglich fröhlich zu sein.
>>Hi, du bist wohl Bea. Sebastian hat mir schon so viel von dir erzählt!<<
Saskia kam zu ihr und nahm sie in den Arm.
>>Hi Saskia.<<
Und so ging es los. Nach einer Viertelstunde war Bea schon übel von dem Ganzen >In-die-Augen-schaun-blink-blink<, dem Küsschen-hier-und-Küsschen-da, dem >Oh-mein-Schatz-wie recht-du hast-Getue und dem >Du-bist-noch-Single-aber-das-macht-uns-gar-nichts-weil-wir-dich-trotzdem-mögen-Blick<.
Ihr war so übel, dass Bea sich schnell verabschiedete und sich aus dem Staub machte (mit der billigen Ausrede: >>Es freut mich ja so für euch beide, aber mir ist nicht gut, macht es euch was, wenn ich euch beide allein lasse?<< und sich nach Hause verkrümelte.
 
>>Hey Bea, du bist ja schon zurück! Normalerweise dauern deine Treffen mit Basti doch eine halbe Ewigkeit!<< Anna lachte, und normalerweise hätte Bea auch gelacht, doch gerade war ihr gar nicht zum Lachen zumute.
>>Witzig, Anna.<<
Bea ging schnurr stracks in ihr Zimmer und setzte sich an ihr Telefon. Sie wählte Chris‘ Nummer.
>>Christin Teller, was kann ich für sie tun?<<
>>Chris?<<
>>Bea, Schatz, was ist denn?<< Und da brach alles über Bea zusammen. Sie erzählte Chris alles, von dem Warten auf Sebastian bis hin zu der Demütigung, als Sebastian (und Saskia) dann endlich aufgetaucht sind.
>>Hey, Süße, es ist alles gut, okay?<<
>>Nichts ist gut!<< Bea heulte fast.
>>Früher war ich die wichtigste weibliche Person in seinem Leben, heute ist es diese Saskia!<<
>>Hey, dass hält doch sowieso nicht lange, vertrau mir. <<
Diese Worte beruhigten Bea schon milder, und deshalb kam Chris vorbei und tröstete ihre beste Freundin. Denn das, war für die ganze Fifteen-Clique nur zu selbstverständlich.
 
23.6  Samstag   Noch 3 Wochen bis zum Ball
>>Nein, nein und noch einmal nein!<<
>>Warum denn nicht?<<
>>Wo soll sie denn schlafen?<<
>>Bei mir im Zimmer.<<
>>Für wie lange denn überhaupt?<<
>>Mama, bitte.<< Eileen setzte ihren Hundeblick auf und schlug unschuldig mit den Wimpern. Ihre Mutter war nicht besonders beeindruckt.
>>Wir kennen diese René doch überhaupt nicht. Was ist, wenn ihr euch nicht versteht?<<
>>Wir schreiben uns schon fast mehr als zwei Jahre! Natürlich werden wir uns verstehen.<<
>>Was meinst du, Schatz?<< Eileens Vater saß ein wenig stumm da.
>>Nun sag doch was, Gerd!<< Eileens Mutter sah ihren Ehemann durchdringend an.
>>Ich weiß ja auch nicht, Heidi. Können wir das nicht später, nach dem Essen besprechen?<<
>>Nein!<<, sprachen Eileen und ihre Mutter wie aus einem Munde.
>>Ich...ich habe eigentlich nichts dagegen.<<
>> Gerd!<<
>>Heidi!<<, sagte Eileens Vater unbeeindruckt zurück.
Eileen sprang auf. >>Heißt das, René darf zu mir kommen? Oh Klasse! Ich schick ihr gleich eine Sms.<<
Eileens Mutter war zunächst ein bisschen skeptisch, dann hellte sich ihre Miene aber sofort auf. >>Du sagst, sie wäre sehr klug und nett. Dann kann sie dir ja auch ein bisschen im Haushalt helfen.<<
>>In Ordnung, Ma.<<
>>Ach ja, warum rufst du sie denn nicht zu Hause an, dann könnt ihr noch mehr besprechen.<< Eileen dachte einen Augenblick darüber nach, dann schüttelte sie mit dem Kopf. >>René hat mir erzählt, dass ihre Familie kein Telefon hat.<<
Eileens Mutter zuckte mit den Achseln. >>Naja, egal.<<
 
>>Was soll ich nur machen?<< Anna weinte fast, als sie erzürnt diese Worte ausstieß. Eileen zuckte hilflos mit den Achseln. >>Ich weiß ja auch nicht.<<
Anna hatte ihr gerade von Eric und seinem Drang nach einer Verabredung erzählt. Eileen, eigentlich noch von der Erlaubnis ihrer Mutter total glücklich, zuckte nun ratlos mit den Achseln. Was wusste sie schon, was Jungs betrifft? Ihren ersten, und einzigen, Freund hatte sie im Kindergarten, und als Chris am Cliquenabend erzählt hatte, dass sie alle schon einen Freund hatten, da war das bei Eileen ein wenig geflunkert, angesichts der Tatsache, dass ihr angeblicher Freund ein Junge war, in den sie wohl verschossen gewesen war, aber er hatte sie nicht eines Blickes gewürdigt. Und dann waren da noch die letzten großen Sommerferien, in denen sie auf Mallorca mit einem Jungen einen heftigen Flirt hatte, aber danach, hatten sie sich nie wieder gesehen. Und ihr letzter Freund Jens, hatte sie schamlos betrogen. In so einer Lage wie Anna nun war, war sie noch nie gewesen.
>>Es ist grauenhaft!<<, stieß Anna zwischen den Zähnen hervor.
Wirklich schlimm, wenn der große Schwarm einen um ein Date bittet, dachte sie und sprach es kurze Zeit später auch aus.
>>Was daran schlimm ist? Ist es eigentlich so offensichtlich, dass ich in ihn verschossen bin, dass er das, obwohl er immer nur zwei Kilometer von mir entfernt stand, weiß? Das ist nicht schlimm?<<
>>Vielleicht weiß es Vicky zufällig und sie hat es ihm erzählt, weil sie weiß, dass er was von dir will.<<
>>Hast du es etwa Vicky erzählt?<< Anna wollte grade zu einer langen, langen Predigt ausholen, als Eileen schnell weitersprach. >>Natürlich nicht. Ich hätte dein Geheimnis natürlich niemandem erzählt!<<
>>Naja, hoffen wir’s. Außerdem könnte Eric nie was von mir wollen, weil...<< , und so wurden mindestens tausend, total verblödete und grundlose Gründe angegeben, wieso es niemals etwas zwischen Anna und ihrem Eric werden konnte, Eileen konnte nur stöhnen. Obwohl sie das ihrer besten Freundin niemals gesagt hätte, hätte Eileen viel lieber ihren Nachmittag damit verbracht, mit René ihre Ankunft zu planen, als mit Anna über Eric zu reden. Und wie gesagt, sie verriet es ihr nicht und so wurde dieser Nachmittag noch ein sehr langer Nachmittag.

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